Sisyphus

Mai 2017, Dresden, Hilton: Vortrag.
Referent: Dr. Klaus Kottmann.
Thema: Freimaurerei und Katholische Kirche - ein beendeter Dialog?
Auditorium: 280 Freimaurer.

Der Vortragende, Offizialatrat, Theologe, Kirchenjurist im Erbistum Hamburg, legte eine Kern-Feststellung der Glaubenskongregation zur Freimaurerei dar: Die Freimaurerei vertrete ein Menschenbild, wonach der Mensch sich aus sich allein heraus mit seinen eigenen intellektuellen und moralischen Fähigkeiten vervollkommnen könne.

Die 100-Prozent-Frage

Sollte dies etwa die Hauptbegründung der katholischen Kirche sein, Freimaurer als Menschen unter schwerer Sünde abzustrafen? Ich bin kein intimer Kenner freimaurerischer Literatur. Aber die wenigen Schriften, die ich gelesen habe, haben nach meiner Auffassung einen gemeinsamen Nenner:


Der Freimaurer fühlt sich verstärkt dazu verpflichtet, an sich zu arbeiten, um sich zu vervollkommnen in einer Kunst, die er selbst die Königliche nennt.

Aber er wird - er kann - das Ziel der Vollkommenheit nie erreichen.


Die geometrische Entsprechung wäre eine asymptotische Kurve. Die nähert sich einer Linie in der Unendlichkeit immer mehr an, ohne sie jemals zu berühren.

Das historische bzw. mythologische Bild dazu ist Sisyphus.

"An die Arbeit, meine Brüder..."


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