Ja, einfach mal so...

SWR3-Moderator Michael Wirbitzky, mir seit Jahren bekannt als Radio-Spaßmacher, der mir gemeinsam mit Kollegen Sascha Zeus mit der "Morning Show" das Aufstehen leichter macht, hat sich heute im Rahmen der ARD-Themenreihe "Woran glaubst Du?" ausnahmsweise eines ernsten Wortes befleißigt. Es ging darum, daß immer mehr Eltern ihre Kinder nicht als Säugling taufen lassen, sondern erst später - wenn überhaupt - mit ca. 15 Jahren. Herr Wirbitzky hat sich gegen diese Praxis ausgesprochen.

Sein Hauptgrund: Ihm selbst habe es seinerzeit nicht geschadet, getauft worden zu sein. Er habe als Säugling nichts von der Taufe und auch nichts von der katholischen Kirche mitgekriegt. Als Kind wurde er dann von den Eltern mit in den Gottesdienst genommen. Mußte in der Kirchenbank still sitzen. Und wenn die Großen dann nach vorne gingen, um sich eine Oblate abzuholen, dann war ein Ende der Veranstaltung und des Langweilens nicht mehr fern.

Erst später, im Erwachsenenalter erntete er die Früchte der Früh- bis spätkindlichen Erziehung. Wann immer ihm nach einem Moment der Ruhe, des Herunterkommens, des Nachdenkens ist, geht er in die Kirche. Stellt Fragen und bekommt sie beantwortet. Erfreut sich an der gemeinsamen Zeit, die man dort verbringt. Am Lächeln, das man sich nach Aufforderung des Pfarrers evtl. einander zukommen läßt. Am Händedrücken mit den Mitgliedern der Gemeinde.


Muß der Mensch als Kind zum Entschleunigen gezwungen werden...?


...damit es sich dann später - als Erwachsener - vielleicht an den Hort der Kontemplation erinnert?
Nur mal so nebenbei.
Zur ARD-Woche "Woran glaubst Du?"


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